Wer nicht sucht, der findet
Ich suchte einen Song, ich suchte verzweifelt, er ging mir nicht aus dem Kopf. Ich hatte ihn in der Vorweihnachtszeit in einem Einkaufszentrum gehört, seitdem war er da und blieb. Ich neige zu Ohrwürmern, dieses Mal war es besonders schlimm. Das Einzige, was dann hilft, ist, den Song in Dauerschleife zu hören, immer und immer wieder. Irgendwann hat ihn mein Hirn dann satt und kann sich wieder wichtigeren Dingen zuwenden.
Dafür musste ich den Song aber erst einmal finden! Ich hatte nur eine vage Melodie und die Zeile „you and I“. Googeln Sie mal Lieder, in denen „you and I“ vorkommt. Genau: Man kriegt nahezu die gesamte Playlist der letzten hundert Jahre, von den Scorpions über Queen zu Stevie Wonder zu Lady Gaga. Also sang ich den Song-Schnipsel in diverse Song-such-Apps ein. Nichts.
Ich sang andere Lieder unter der Dusche, in der Hoffnung, so weitere Teile des Gesuchten aus tieferen Hirn-Schubladen zutage zu fördern. Nichts. Ich überlegte, zurück in dieses Einkaufszentrum zu fahren, um dort jemanden zu finden, der vielleicht netterweise in die Einkaufszentrumsplaylist vom 5. Dezember schauen würde, und da müsste dann so gegen 17 Uhr … Mein Mann zeigte mir einen Vogel.
Das Gefühl der Woche: Wer nicht sucht, der findet
Wir alle suchen dauernd irgendetwas. Einen verlorenen Kinderhandschuh. Die große Liebe. Den besseren Job. Den Namen der netten Nachbarin. Die Wertschätzung der Chefs oder der eigenen Eltern, die Anerkennung des erfolgreicheren Bruders. Den........
