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Alle liegen allen auf der Tasche

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16.03.2026

Auf meine letzte Kolumne habe ich recht unanständige Zuschriften bekommen. Im Text ging es um ein Stipendium, das ich erhalten habe: Für eine bestimmte Zeit bekomme ich eine Wohnung und einen monatlichen Betrag. Das nahm ich zum Anlass, um über Arbeitsbedingungen im Kulturbereich zu schreiben.

Bisweilen haben mich die Missgunst und Aggression der Reaktionen erschreckt. Ein Leser wies mich darauf hin, dass es Leute gebe, die für ihr Geld arbeiten müssten. Dass es unverschämt sei, dass Künstlerinnen auf der faulen Haut liegen, auf Kosten der Allgemeinheit.

Erfreulich hingegen war der konstruktive Kontakt mit einem anderen Leser. Dabei habe ich gemerkt, dass Kulturförderung für viele ein Buch mit sieben Siegeln ist. Das hat mich motiviert, nochmals einen Anlauf zu nehmen und einige Dinge etwas genauer zu beschreiben.

Beginnen wir mit der vielleicht grundlegendsten Frage: Wer bezahlt für öffentliche Kulturförderung? Die Gemeinden leisten knapp die Hälfte der gesamten Kulturausgaben. Danach kommen die Kantone mit 40 Prozent und der Bund mit rund zehn Prozent. Kantone und Gemeinden haben so........

© Solothurner Zeitung