Umverteilung von Jung zu Alt geht zu weit
Den meisten Senioren in der Schweiz geht es sehr gut.
«Die Rente reicht nicht mehr» – mit ernsten Gesichtern mahnten Rentner von den Abstimmungsplakaten zur 13. AHV und prägten das Bild einer grassierenden Altersarmut. Die emotional aufgeladene Kampagne zeigte Wirkung: Zwar war die Zustimmung bei den von der Vorlage profitierenden Rentnerinnen und Rentnern am höchsten, doch selbst bei den unter 40-Jährigen stimmten laut Nachbefragungen über 45 Prozent dem Ausbau zu .
Während das Parlament nun über die Finanzierung streitet, kündigt sich mit der Mitte-Initiative bereits der nächste Rentenausbau an. Getragen wird die steigende Last durch die Sozialwerke primär von den Erwerbstätigen – also den Jüngeren. Inmitten dieser Ausbauwelle stellt sich die entscheidende Frage: Wie steht es um die Altersarmut? Braucht es diesen massiven Ausbau, um sie zu lindern?
Armutsquote unter Älteren ist tiefer als angenommen
Als arm gilt heute in der Schweiz, wer weniger als 2400 Franken im Monat als Einzelperson zur Verfügung hat. Damit müssen Ausgaben für Essen, Wohnen und Mobilität gedeckt werden – Krankenkassenprämien oder Steuern sind hier noch nicht eingerechnet, weshalb die Armutsgrenze eher bei 3000 Franken liegt.
Ein Blick auf die nackten Zahlen scheint das Bild der verbreiteten Altersarmut zunächst zu bestätigen: Mit........
