Wenn Härte gegen Einzelne zum Terror gegen alle wird
In den USA sind die ersten Todesopfer der Hetzjagd auf Migranten zwei weiße US-Staatsbürger namens Good und Pretti: Wie Donald Trump das Gute und das Schöne an Amerika umbringt – und was Deutschland daraus lernen kann.
Ein Jahr vor Donald Trumps erstem Wahlsieg beschrieb eine US-Fernsehserie eine alternative Realität, in der die Vereinigten Staaten zur faschistischen Diktatur geworden waren. Die Romanverfilmung „The Man in the High Castle“ brauchte für dieses Szenario noch die Annahme, dass Nazi-Deutschland und Japan 1945 den Krieg gewonnen hätten - und selbst unter dieser Prämisse wirkte die Serie reichlich unplausibel.
Zehn Jahre später sind die USA von einer Diktatur noch immer weit entfernt, das muss man immer wieder betonen – trotz Trumps Allmachtsfantasien und seinen Versuchen, sich Justiz, Parlament und Medien gefügig zu machen.
Doch wenn man dieser Tage nach Minnesota blickt, wirkt die düstere Dystopie einer US-Autokratie nicht mehr ganz so abwegig, sondern wie ein Worst-Case-Szenario für den Fall, dass in den nächsten Jahren einige entscheidende Akteure kollektiv versagen. Aus deutscher Sicht müssen wir uns nicht nur fragen, ob die Bundesrepublik zu........
