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Innenstadt-Probleme: Wie wird aus der Schreckenskammer wieder ein Wohnzimmer?

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24.01.2026

Mit Polit-Streit und Nachtreten löst man jedenfalls kein einziges Problem, ist Kolumnist Stefan M. Kob überzeugt. Warum es dennoch Anlass zur Hoffnung gibt.

Liebe Leserinnen und Leser!

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Endlosschleife aus dem bekannten US-Streifen scheint auch in der Solinger Innenstadt zu wirken. Immer wieder gibt es Initiativen, um den Niedergang zu stoppen. Immer wieder werden neue Versprechen gemacht, die Wende zu schaffen. Und immer wieder wacht man auf, und es ist schlimmer geworden.

Es ist ja nicht so, als hätte es keine sichtbaren Bemühungen gegeben. Im Zuge der ersten Innenstadtgutachten in den 1990er Jahren entstanden unter anderem die Clemens-Galerien mit neuen Läden, Kino, Gastronomie, Bürgerbüro und Stadtbücherei. Doch alles konnte den Exodus der inhabergeführten Geschäfte und Warenhausketten nicht aufhalten.

Bei der Ursachenforschung landet man schnell bei den allgemeinen Problemen des Einzelhandels. Das ist auch nicht falsch. Selbst in den Metropolen – etwa auf der Hohen Straße in Köln – kämpft man mit Leerstand und Niveauverlust. Doch es gibt hausgemachte Probleme.

Diese beginnen eigentlich schon mit dem schnellen und konturlosen Wiederaufbau der Solinger Mitte nach dem Untergang der Altstadt im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs. Es folgte der nächste Irrtum. Man wollte eine attraktive Mitte mit florierendem Handel vom Schlagbaum bis zum Entenpfuhl schaffen und........

© Solinger Tageblatt