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In Solingen hätte der Steuerzahlerbund auch mal Grund zum Loben

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24.07.2026

In Solingen hätte der Steuerzahlerbund auch mal Grund zum Loben

In Solingen hätte der Steuerzahlerbund auch mal Grund zum Loben

Zwar wachsen die kommunalen Gebühren überproportional, was das Wohnen immer teurer macht. Doch der Oberbürgermeister packt das heikle Thema Personalkosten an. Das ist aller Ehren wert, findet Kolumnist Stefan M. Kob.

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn sich der Bund der Steuerzahler (BdSt) öffentlich äußert, ist das für die Verwalter unseres Steuergelds selten ein Quell der Freude. Das liegt in der Natur der Sache. Wer täglich acht Stunden in die Fabrik oder ins Büro geht und mitunter fast die Hälfte seines Bruttolohns ans Finanzamt abführt, erwartet zu Recht, dass der Staat sparsam und gerecht mit dem Geld umgeht und die richtigen Prioritäten setzt. Dafür dürfen sie hoffen, dass der Alltag in ihrer Stadt einigermaßen funktioniert. Ihnen gibt der BdSt eine Stimme.

Auf der anderen Seite sitzen diejenigen, die vorgeben, genau das zu tun, aber in Wahrheit nie mit dem Geld auskommen, das sie den Bürgern und Unternehmen abknöpfen. In der Politik, insbesondere links der Mitte, ist man eher der Meinung: Da geht noch was! Selbst wenn das Steueraufkommen inzwischen fast die astronomische Rekordhöhe von einer Billion Euro erreicht hat. Eine 1 mit 12 Nullen. Ihnen liest der BdSt die Leviten.

Gebühren werden zur dritten Miete

Diesmal hat der Bund der Steuerzahler die kommunalen Gebühren unter die Lupe genommen. Und entsetzt festgestellt, dass sich die Kosten für Abwasser und Müllentsorgung längst von der normalen Preisentwicklung entkoppelt haben. Durchschnittlich sind die Abgaben beim Abwasser um über 5 Prozent gestiegen – das Doppelte der Inflationsrate. In Solingen sind es sogar 15,7........

© Solinger Tageblatt