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Linksextremer Terror: Die einseitige Erinnerung an die RAF ist ein Skandal

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23.07.2026

Linksextremer Terror Die einseitige Erinnerung an die RAF ist ein Skandal

Karlsruhe, 7. April 1977: Nach dem Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback.

Meinung | Düsseldorf · 34 Morde, Jahrzehnte des Schweigens – und ein Land, das die Täter spannender findet als ihre Opfer: Das ist die bittere Bilanz fast 50 Jahre nach dem „Deutschen Herbst“. Die Forderung nach einem zentralen Gedenkort ist deshalb richtig, aber das darf nur ein Anfang sein.

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Vierunddreißig Morde. Das ist die Bilanz des Terrors der linksextremen Rote-Armee-Fraktion, kurz RAF, aufgehäuft über einen Zeitraum von gut zwei Jahrzehnten. Allein durch die islamistischen Anschläge in Brüssel 2016 starben an einem Morgen fast ebenso viele Menschen, am 11. September 2001 in den USA fast hundertmal so viele. Noch mal glimpflich davongekommen also? Halb so schlimm? Historische Episode?

Natürlich wäre das zynisch, weil 34 Morde nicht gegen 3000 aufgerechnet werden können, weil Leid sich nicht an Zahlen bemisst. Es wäre auch naiv, denn die RAF bestimmt, obwohl sie sich vor fast 30 Jahren für aufgelöst erklärte, nach wie vor regelmäßig den politischen Diskurs der Bundesrepublik. Durch Gerichtsverfahren gegen ehemalige Mitglieder wie kürzlich gegen Daniela Klette, durch runde Jahrestage – oder, wie gerade erst, durch die Initiative des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU), einen zentralen Gedenkort für die RAF-Opfer zu schaffen.

Der öffentliche Blick auf die RAF gleicht dem Blick in ein Höhlenloch – im Zwielicht sind wenige Konturen erkennbar, nur besonders auffällige Punkte liegen im Licht. Den Bestand von Ereignissen, Symbolen und Personen, die in einer Gesellschaft immer wieder aufgerufen werden, um Identität durch Erinnerung zu stiften, nennen Historiker das kollektive Gedächtnis. Im Fall der RAF ist das Gedächtnisregal bedenklich einseitig bestückt.

Opfer........

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