Die Doping-Weltrekorde
1. 2026 gab es in Stadionbewerben „nur“ vier Weltrekorde. Einen davon – Emmanuel Wanyonyi aus Kenia über 1000 Meter – über eine selten gelaufene Distanz. Hinzu kamen zwei Hürdenstrecken: die Fabelzeit von 45,80 Sekunden des Brasilianers Alison dos Santos über 400 Meter der Herren sowie 12,09 Sekunden der US-Amerikanerin Masai Russell über 100 Meter der Frauen. Vierter Rekordler war der schwedische Überflieger Mondo Duplantis im Stabhochsprung.
2. Die neue Weltrekordhöhe von Duplantis beträgt 6 Meter und 31 Zentimeter, höher als zwei übereinander montierte Basketballkörbe. Die österreichische Jahresbestzeit über flache 400 Meter von Samuel Lengauer wiederum ist 1,68 Sekunden langsamer als der Rekord des beim Laufen über zehn 91,4 Zentimeter hohe Hürden springenden dos Santos.
3. Die Minimalzahl der Lauf-, Sprung- oder Wurfrekorde im Jahr 2026 ist eine gute Sache. Es gab tolle Leistungen, die nicht automatisch unter Dopingverdacht stehen. Die Kontrollen sind besser geworden. Andernfalls hätte es eine Rekordflut geben müssen, weil die Medizin exponentiell fortgeschritten ist. Das Vorurteil „Die gifteln alle!“ kann daher so nicht stimmen.
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