Sell America … oder doch nicht?
Es scheint, als wären die Börsianer derzeit tatsächlich die Einzigen, die sich um die fragile Weltlage keine Sorgen machen. Von Venezuela bis Grönland und Iran sind jede Menge Töpfe am Kochen, allein die Aktienmärkte kümmert das offenbar wenig. Der S&P 500 hat drei Jahre in Serie mit zweistelligen Anstiegen hinter sich, zwei davon mit jeweils mehr als 20 Prozent. Im Vorjahr machten auch die europäischen Märkte mit und konnten den Rückstand zur Wall Street wenigstens etwas verkleinern. Und die Begeisterung, mit der sich die Investoren auf das Thema KI stürzen, erinnert viele an die Dotcom- Blase. Aber stimmt dieser Eindruck tatsächlich? Oder gibt es vielleicht doch Indizien dafür, dass die Anleger nicht ganz so sorglos sind, wie man meinen könnte?
Ein Leitmotiv der aktuellen Stimmung an den Märkten ist der Gedanke, dass die USA in puncto Anlageklasse nicht mehr das alleinige Maß aller Dinge sind. Schon im Vorjahr hat sich die Rallye an den Börsen verbreitert, jede Menge Indizes, von Europa bis zu den Schwellenmärkten, sind besser gelaufen als die........
