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Auch die Klassenbesten verdienen Bildungsgerechtigkeit

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16.10.2026

Wenn Anhänger und Gegner einer gemeinsamen Schule der sechs- bis 14-Jährigen („Gesamtschule“) ins Diskutieren geraten, warten beide Seiten rasch mit dem Killerargument „Ideologie“ auf. Gegner der Gesamtschule gelten im übelsten Fall als herzlose Bürgerliche mit Standesdünkel, die den eigenen Sprösslingen den Umgang mit Unterschichtkindern ersparen wollen. Anhänger der Gesamtschule wiederum werden als sozialistische Utopisten geschmäht, die von der klassenlosen Gesellschaft und der großen Gleichmacherei schon im Kindesalter träumen.

Die Bildungswissenschafter sprechen sich geschlossen für die Umstellung auf die Gesamtschule aus. Diese entspreche im Gegensatz zur frühen Trennung der Entwicklung der Kinder; garantiere mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit; und bringe insgesamt bessere Ergebnisse des heimischen Schulsystems. SPÖ und Neos befürworten die Gesamtschule, die ÖVP ist strikt dagegen.

Die Umstellung auf die gemeinsame Schule der sechs- bis 14-Jährigen wäre die größte bildungspolitische Reform, ja Zäsur, der Zweiten Republik. Und genau das ist auch der Grund, warum massive Skepsis angebracht ist. Es sind keine ideologischen, sondern praktische Einwände. Eine Umwälzung in einem derart komplexen System wie dem Schulwesen birgt ein hohes Risiko des Scheiterns. Am Ende könnte es........

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