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Wie man 1,7 Millionen Arme erfindet

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02.06.2026

Unlängst erschütterte eine schreckliche Nachricht das ganze Land: Knapp 1,7 Millionen Menschen sind armutsgefährdet und stehen vor dem Absturz ins Nichts. Und das, obwohl der Staat 31,2 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für die soziale Sicherheit seiner Bevölkerung ausgibt und damit mehr als jedes andere Land der Welt. Dennoch grassiert die Armut in Österreich, wie uns Caritas, Volkshilfe & Co. mit bedrückten Gesichtern erklären. Die Medien berichten großflächig, und die Politik verspricht, mehr zu tun. Während die Armut ungeachtet aller Bemühungen hartnäckig hoch bleibt.

Was in den meisten Berichten unerwähnt bleibt: Die Armutsgefährdung ist keine Messung von Armut. Sie ist eine Messung von Ungleichheit, eine ziemlich grobe noch dazu. Armutsgefährdet ist nicht, wer hungert oder friert, sondern wer nach Steuern und Sozialtransfers weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Das heißt: Jeder Student ist armutsgefährdet. Auch jener, der dank wohlhabender Eltern mietfrei wohnt und sich den Sommerurlaub locker leisten kann. Die vierköpfige Familie, die in der schuldenfreien........

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