Gedanken über „Mum“
In der Arte-Mediathek kann man gerade die 18-teilige Serie „Mum“ sehen. Sie ist preisgekrönt und wird einhellig gelobt. Britischer Humor vom Feinsten. Skurrile Figuren, subtile Ironie, wunderbare schauspielerische Leistungen. Ich habe mit großem Vergnügen zugeschaut. Und mit einem kleinen Schuss unterschwelligem Unbehagen, das sich danach, beim Nachdenken, verstärkt hat.
Die Hauptperson, Cathy, ist zu Beginn der Geschichte gerade 59 und frisch verwitwet. Sie wird umlagert von einer unfassbar nervtötenden Familie – Sohn, Bruder, Schwiegereltern, der Freundin des Sohnes und der Freundin des Bruders. Sie alle sind laut, trampelig, taktlos und egoistisch, aber Cathy erträgt sie mit Geduld, lächelnd, manchmal mit diskreter Ironie. Ihr zur Seite steht unerschütterlich, wie der berühmte Fels in der Brandung, Michael, ein Freund aus Jugendtagen und seit damals selbstlos in sie verliebt.
Am Ende hatte ich mich widerstandlos einer Protagonistin zu Füßen gelegt, die, wenn ich es genauer betrachte, ein verdammt fragwürdiges Frauen- und Mutterbild verkörpert.
Am Ende hatte ich mich widerstandlos einer Protagonistin zu Füßen gelegt, die, wenn ich es genauer betrachte, ein verdammt fragwürdiges Frauen- und Mutterbild verkörpert.
Am Ende hatte ich mich widerstandlos einer Protagonistin zu Füßen gelegt, die, wenn ich es genauer........
