Frühlingserwachen
Von Markus Schindelholz
Er sei froh, dass sowohl die Menschen als auch die Natur im Frühling wieder frisch durchstarten und aufblühen, schreibt unser Kolumnist. Der Frühling hebt die Stimmung im Thal.
Jede Jahreszeit hat ihre schönen und faszinierenden Elemente. Der Frühling ist und bleibt jedoch die schönste von allen Jahreszeiten. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Natur erwacht, die Bäume zu blühen beginnen und sich der Wald wieder grün verfärbt.
Der Wald ist der grösste Frühlingsbote im Thal.
Der Wald ist in unserem Thal der wichtigste und auch der grösste Frühlingsbote. Die Waldfläche beträgt im Thal rund 7277 Hektaren und bedeckt damit über 52 Prozent der gesamten Fläche. Damit gehört das Thal im Schweizer Vergleich zu den waldreichsten Gegenden. Es gibt nur im Tessin noch dichter bewaldete Regionen. Der Schweizer Schnitt liegt bei 32 Prozent.
Zurück zum Frühling. Weitere Frühlingsboten der Natur sind die wieder längeren Tage, die Sonne, welche schon wieder richtig Kraft hat, und das Vogelgezwitscher am Morgen früh. Es gibt jedoch auch andere Frühlingsboten, welche vom Menschen herkommen: Die Gartenmöbel werden wieder entstaubt, die ersten Rasen gemäht und der Gemüsegarten vorbereitet. Andere starten mit dem Frühlingsputz oder montieren wieder die Sommerreifen auf die Autos.
Die Sonne ist eine gern gesehene Rückkehrerin. Hier kämpft sie an einem Frühlingsmorgen erfolgreich gegen den Nebel bei der Ruine Neu-Falkenstein.
Einige Menschen leiden jedoch auch unter dem Frühling. Einige spüren die Frühlingsmüdigkeit, welche jedoch wissenschaftlich nicht so richtig bewiesen werden kann. Andere sind jedoch schlimmer dran, sie husten und niesen, kratzen sich in den Augen oder haben einen wunden Rachen. Dies wegen des hohen Pollenfluges.
Für starke Allergiker ist das Thal im Frühling somit eher nachteilig. Die Erlen sind zwar schon mehr oder weniger durch, doch nun kommen die Birken in die Hochsaison. Diese Woche schafft es das Thal gemäss Meteo Schweiz immer wieder in den roten Bereich. Rund acht Prozent der Schweizer Bevölkerung reagiert auf Birkenpollen, dem grössten Allergen des Frühlings.
Pollen machen Allergikerinnen und Allergikern das Leben schwer.
Der kalendarische (astronomische) Frühlingsbeginn war am Freitag, 20. März 2026 um 15.46 Uhr in Europa. Astronomisch gesehen hat genau dann die Sonne den Himmelsäquator überquert und es hat die Tagundnachtgleiche geherrscht. Es gibt Regionen, die feiern diese Tagundnachtgleiche mit Höhenfeuer oder sogar mit grossen Feuerwerken. Im Thal kämen wir jedoch ausser am 1. August nie auf die Idee, Höhenfeuer zu entfachen oder die Tagundnachtgleiche mit Feuerwerk zu feiern.
Die den Süssigkeiten-Verfallenen können sich kurz nach dem Frühlingsstart immer auf Ostern freuen. Gemäss der Regel des Konzils von Nicäa (325 n. Chr.) ist der Ostersonntag immer der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling und liegt somit zwischen dem 22. März und dem 25. April. Das gibt eine Spannbreite von ganzen fünf Wochen. Die Schoggi-Industrie kann mit der grossen Bandbreite gut umgehen, wie dies jedoch die Hühner mit dem Eierlegen schaffen, ist mir immer noch ein Rätsel. Das letzten Mal war übrigens 1818 Ostern am 22. März, das nächste Mal erst wieder 2285.
Ein anderer sehr wichtiger Effekt des Frühlings beim Menschen ist, dass viele wieder viel besser drauf sind. Die gute Stimmung des Umfeldes kann richtig ansteckend sein. Die allgemeine Meinung, dass Fondue eine gute Laune gibt, funktioniert nur Anfang Winter, gegen Ende des Winters funktioniert dies jedoch nicht mehr wirklich. Ich bin auf alle Fälle froh, dass der Mensch wie die Natur im Frühling wieder frisch durchstartet und aufblüht.
Kolumnist Markus Schindelholz erfreut sich an allen Aspekten des Frühlings – einzig auf die Zeitumstellung könnte er verzichten.
Das Einzige, worauf ich verzichten könnte, ist die Zeitumstellung. Aus meiner Sicht braucht es das nicht mehr, das ganze Jahr über Sommerzeit würde mir, und glaube auch vielen anderen, sehr behagen. Der Natur ist das so oder so egal, die Blüten haben ihren eigenen Biorhythmus und das Thal ist auch ohne Zeitumstellung schön.
Markus Schindelholz ist Geschäftsführer der OeBB.
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