Trumps Krieg plagt Asien
Es ist Kern der Trumpschen Welt, dass der US-Präsident Donald Trump ein wirtschaftliches Genie sei, doch seine Risikobereitschaft führte zu vier Insolvenzen – auf dem Parkett der Weltwirtschaft führt sie zu globalen Krisen.
Die wirtschaftlichen Folgen des Angriffes auf den Iran sind besonders in Asien ablesbar. Japans Nikkei 225 ist seit Kriegsbeginn um rund zehn Prozent eingebrochen, Südkoreas KOSPI um mehr als 16 Prozent – der schwerste Einbruch seit der Finanzkrise 2008. Auf den Philippinen gilt die Vier-Tage-Woche für Regierungsbehörden, um Energie zu sparen.
Besonders brisant ist die Lage für Japan – und damit für die USA selbst. Japan ist der weltgrößte ausländische Halter von US-Staatsanleihen im Wert von 1,2 Billionen Dollar. Da Öl in Dollar gehandelt wird, bedeuten explodierende Ölpreise für Tokio einen steigenden Dollarbedarf – um diesen zu decken, könnte Tokio mittelfristig gezwungen sein, seine US-Staatsanleihen zu verkaufen, womit Schulden für die USA teurer werden. Fatal für ein Land mit astronomischen Staatsschulden.
Die Rechnung für Trumps Krieg trägt momentan Ostasien – wenn die Kettenreaktion vom Ölpreis über die Anleihemärkte bis in die KI-Bewertungen durchschlägt, kommt sie um so härter in den USA an.
