Die Berliner Wurstigkeit
Ich gebe es zu: Immer wenn der Boulevard auf eine einzelne Person einprügelt, wird die mir sofort deutlich sympathischer. So ging’s mir auch bei Kai Wegner (CDU), der Tennis spielte, als im Berliner Südwesten der Strom ausfiel. Kurz stellte ich mir ein gramgebeugtes Stadtoberhaupt vor, gepeinigt von Mitleid, der nicht mehr weiß, worum er sich zuerst kümmern soll: Die Pflegebetten, die nicht mehr verstellbar sind, oder die Kinderbetreuung.
Klar kann man dann mal eine Pause machen. Wenn man seit vier Uhr morgens auf den Beinen ist, auch schon mittags. Mal die Füße hochlegen, den Lieblingssong hören (bei Wegner sicher was von Coldplay). Aber: So war’s wohl nicht. Weshalb man auch Menschen wie ihn nicht gerne in seinem Freundeskreis hätte.
In Berlin scheint mir die Wegnersche Mischung aus Dilettantismus und........
