Ulrich Siegmund und AfD: Der »Spiegel« als Steigbügelhalter des Faschismus
Als Oskar Lafontaine 1998 Bundesfinanzminister im Kabinett von Gerhard Schröder wurde, hat die britische Boulevardzeitung »The Sun« den damaligen SPD-Chef zum »gefährlichsten Mann Europas« erklärt. Der Grund: Lafontaine plädierte unter anderem für eine staatliche Regulierung der Finanzmärkte und feste Wechselkurse zwischen den großen Währungen. Das schmecke vor allem den Konservativen und Liberalen in Großbritannien nicht. Ein Linker aus Deutschland macht uns nicht die schöne City of London kaputt!
Nun ist »Der Spiegel« nicht unbedingt mit dem Revolverblatt aus der englischen Hauptstadt zu vergleichen, obwohl das Printerzeugnis aus Hamburg inzwischen nicht nur als Polit-Illustrierte durchgeht, sondern sich mitunter auch großzügig beim Boulevard bedient. So auch in der aktuellen Ausgabe. Das Titelblatt ziert derzeit den AfD-Spitzenmann Ulrich Siegmund, die Schlagzeile darunter: »Der gefährlichste Mann Deutschlands«. Die Aufbereitung erinnert an ein Fahndungsplakat, nur dass diesmal kein Bankräuber mit Cowboyhut und auch kein RAF-Mitglied abgebildet ist. Eine Belohnung zur Ergreifung wird auch nicht ausgelobt.
Nun ist es die Aufgabe jeder Zeitungsredaktion, eine Gewichtung........
