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Das grosse Kind in mir

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20.03.2026

Das grosse Kind in mir

Redaktorin Tijana Nikolic darüber, dass sie den gleichen Geschmack wie ihre fünfjährige Tochter hat.

Letztens war ich mit einer Freundin shoppen und schaute mir eine niedliche Feuchtigkeitsmaske für das Gesicht mit einem Pandamotiv an. Man legt die Maske also für 20 Minuten auf das Gesicht und sieht dabei wie ein Panda aus. «Jöö, für deine Tochter?», war die Reaktion der Freundin. «Ehmm, nein, für mich», war meine. Solche Situationen erlebe ich ständig. Ich werde beispielsweise regelmässig gefragt, ob ich die Tupperware mit den tanzenden Früchten oder die Trinkflasche mit den hüpfenden Häschen von meiner fünfjährigen Tochter ausgeliehen habe.

Und wissen Sie was? Das habe ich nicht! All diese niedlichen und verspielten Sachen, die ich dabeihabe, gehören mir. Ich liebe solche kindlich-süssen Motive. Wer hat eigentlich dieses weitverbreitete, ungeschriebene Gesetz aufgestellt, das besagt, dass man ab einem gewissen Alter nur noch unifarbene und langweilige Dinge besitzen darf?

Doch tatsächlich komme ich manchmal je nach Situation und wenn ich von Personen darauf angesprochen werde, die ich nicht gut kenne, in Verlegenheit. Da kam dann schon mal ein Satz wie: «Haha, ja, ja, ich habe die lustige Brotdose meiner Tochter in der Hektik des Morgens mitgenommen», von mir. Ich bin dann tatsächlich dankbar für diese Notlüge, um nicht blossgestellt zu werden.

Ich kann so quasi als Mami ungeniert das grosse Kind in mir aufleben lassen, ohne dafür enttarnt und belächelt zu werden. Mir soll es recht sein, solange ich meine verspielte, bunte und kindliche Seite nicht verstecken muss. Meine kleine Tochter hat auch was davon: Wir können uns die Sachen teilen, da wir denselben Geschmack haben.

In der Kolumne «Familiensache» schreiben Redaktorinnen und Redaktoren aus der Zentralschweiz über ihren Alltag als Eltern.

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Familiensache (Kolumne)

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