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Immerhin besser als Red Bull

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04.03.2026

Immerhin besser als Red Bull

Das koffeinhaltige Getränk Mate ist bei Jungen beliebt. Der Autor ist davon nicht begeistert – doch er versucht, das Positive zu sehen.

Mate ist bei Jungen beliebt.

Kürzlich hat meine Tochter an einer Geburtstagsparty erstmals ein Mate getrunken. Das darin enthaltene Koffein ist ihr ziemlich «eingefahren». Aufgedreht und auf eine nervöse Art lustig ist sie geworden. Am liebsten hätte ich ihr das Mate verboten. Doch das ist schwierig, denn heutzutage trinken es offenbar «alle», die Klassengspändli nehmen scheinbar regelmässig Mate in die Schule mit.

Ich bin zwar nicht auf dem Laufenden, was Trends angeht. Doch es ist offensichtlich, dass Jugendliche und junge Erwachsene häufig Mate trinken und sich Heranwachsende daran orientieren. Hinzu kommt Werbung durch Sportlerinnen und Sportler. Was vielleicht auch eine Rolle spielt, ist das zugegebenermassen optisch durchaus ansprechende Design der Mate-Dösli. Das ändert natürlich nichts daran, dass ich kein Fan davon bin, Kindern Koffein einzuflössen. Nun denn, solange sie es nur an speziellen Anlässen trinken, dürfte sich der Schaden in Grenzen halten.

Sowieso hatten wir früher auch unsere Koffein-Zucker-Drinks. Als ich ein Kind war, waren es Eistee und Cola. Später folgten Red Bull und als Trittbrettfahrer eine Vielzahl ähnlicher Energy-Drinks. Da ist mir Mate doch etwas sympathischer. Es schmeckt weniger süss und riecht weniger penetrant. Aber lässt sich diese Sympathie mit Fakten untermauern?

Im Vergleich mit Red Bull tatsächlich, wie ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt: Mate von «El Tony» enthält etwas weniger Koffein (23mg/100ml) und deutlich weniger Zucker (5,8g/100ml) als Red Bull (32mg Koffein und 10,8g Zucker). Wobei es immer noch mehr als genug von beidem ist. Bei Cola ist es weniger eindeutig: Es beinhaltet klar mehr Zucker (10,6g) als Mate, dafür deutlich weniger Koffein (10mg).

Immerhin: Sollte meine nicht wissenschaftlich repräsentative Beobachtung, dass Mate bei den Jungen Red Bull den Rang abläuft, tatsächlich zutreffen, wäre das keine allzu schlechte Entwicklung. Oder etwas pathetischer ausgedrückt: Es ist noch nicht alles verloren.

In der Kolumne «Familiensache» schreiben Redaktorinnen und Redaktoren aus der Zentralschweiz über ihren Alltag als Eltern.

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Familiensache (Kolumne)


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