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Jean Etienne Aebis Vermächtnis

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14.02.2026

Jean Etienne Aebis Vermächtnis

Von Matthias Ackeret, Verleger «Persönlich»

Er war einer der berühmtesten Werber im Lande. Nun ist Jean Etienne Aebi gestorben, seine Kampagnen leben weiter.

Jean Etienne Aebi (1945 – 2026) hat zahlreiche ikonische Werbekampagnen geschaffen.

Vor zwei Wochen verstarb in Zürich Jean Etienne Aebi, ein Monument der Schweizer Werbebranche. Unter seiner Ägide entstanden ikonische Kampagnen, wie diejenige für den Zürcher Verkehrsverbund («Ich bin auch ein Schiff») oder den Toni Joghurt («Das im Glas»). Bezeichnend, dass deren Slogans noch heute fast berühmter sind als das beworbene Produkt; dominiert der Schein das Sein, dann ist es wirklich gute Werbung.

In der gleichen Woche feierte der ADC, der Club der Kreativen, seinen 50. Geburtstag. In einer Lokalität, die der legendären Kronenhalle nachgebaut war, in welcher der elitäre Club 1976 mit viel Esprit und noch mehr Wein gegründet wurde. Die anwesenden Werber gedachten Aebi mit sehr viel Ehrfurcht, als ginge damit definitiv eine Epoche zu Ende. Die Generation Aebi war eine Zeit, als Milch, Honig und vor allem die Werbemillionen unbeschränkt flossen und die Kreativbranche zu den begehrtesten gehörte. Als es noch keine KI, keine Werberestriktionen und keine konkurrenzierenden Techgiganten gab.

Dass ausgerechnet die Linken in der Werbemetropole Zürich, Aebis Heimatstadt, schon bald kommerzielle Plakate verbieten wollen, ist zwar bezeichnend, aber auch schäbig. Eigenartig nur, dass praktisch keines der grossen Medien Aebis Schaffen würdigten. Was mit dieser Kolumne nachgeholt sei. Denn ohne Werbung könnten die meisten Medien gar nicht existieren. Ist diese noch kreativ, dann ist es Vollkommenheit, Jean Etienne Aebi sei Dank.

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