Alles richtig gemacht – und trotzdem verloren: Die Schweiz scheitert dramatisch im Viertelfinal an Finnland
Alles richtig gemacht – und trotzdem verloren: Die Schweiz scheitert dramatisch im Viertelfinal an Finnland
Von Klaus Zaugg, Mailand
Das Schweizer Eishockey-Nationalteam scheidet im Viertelfinal gegen Finnland auf bittere Art und Weise aus. Es verspielt eine 2:0-Führung und verliert 2:3 nach Verlängerung. Die Analyse.
Die Reise ist vorzeitig zu Ende gegangen. Die Schweizer haben gegen Finnland nicht ein Spiel, die haben ein Hockey-Drama verloren. Die erste Olympische Medaille seit 1948 bleibt ein Traum. Auch mit dem besten Nationalteam der Geschichte reichte es nicht für den ersten Olympischen Halbfinal.
Was ist passiert? Hat Patrick Fischer Fehler beim Aufgebot gemacht?
Ist unser Nationaltrainer ausgecoacht worden?
War die Zusammenstellung der Linien falsch?
Haben wir taktisch falsch gespielt?
Nein, es war eine der taktisch besten Partien der Neuzeit. Die Anpassung an die kleineren Eisfelder war gelungen, die Lehren aus dem 1:5 gegen Kanada sind gezogen worden . Die Schweizer spielen einfach, realistisch und schlau. Selbst Roman Josi, der bei Bedarf die Fäden ziehen kann wie einst Franz Beckenbauer auf dem Rasen, war sich nicht zu schade, bei Bedarf die Scheibe auch mal einfach tief ins gegnerischen Drittel zu schiessen. Das Torschussverhältnis nach 60 Minuten (23:30) dokumentiert: Wir waren nie hoffnungslos unterlegen. Ken Jäger hatte das erste Bully gewonnen und von da an standen wir bis in die letzten Minuten........
