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Warum dieser ruhige 1. August ein Blick in die Zukunft war

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Warum dieser ruhige 1. August ein Blick in die Zukunft war

Ein Nationalfeiertag ohne Feuerwerk ist eigentlich ganz logisch. Denn Feste feiern das Aussergewöhnliche. Und in einer Welt voller Spektakel sind das Ruhe, Zeit, freundliche Leute um uns.

Lampions warten auf den Umzug zu später Stunde in Kienberg.

Wie fanden Sie diesen 1. August? Zum Einschlafen? Erinnerte er an Corona-Geisterzeiten? Verzichteten Sie knurrend auf Vulkane und Raketen? Oder fanden Sie den patriotischen Abend diesmal stilvoller? Regte er gar Ihren Appetit an – für eine andere Art zu feiern? Weniger extra-knallig, mehr intro-vergnügt?

Mir gab dieser 1. August einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Wir stecken ja, ob wir wollen oder nicht, in einer Kipp-Epoche. Es kippt die Beziehung Mensch/Maschine, es kippt das Verhältnis der Geschlechter, es kippt die demografische Pyramide, von Energie- und Mobilitätswende nicht zu reden. Das lässt auch einen Festtag wie den 1. August nicht kalt. Er kippt, weg vom Krawall – doch wohin?

Traditionell feiert ein Fest das Aussergewöhnliche: den Glanz, den Luxus, den Überschwang, mit Schlemmen, Bechern und anderen Exzessen. Das Fest als Ausnahme, als Gegenwelt zum prosaischen Alltag. Krachenlassen und Feuerwerken passen ins herkömmliche Brimborium. Weil der Alltag in der alten Welt ruhig war. Und meist dunkel. Drinnen etwas........

© Luzerner Zeitung