München: „Kronprinz“ Reza Pahlavi wirbt vor 250.000 Menschen für US-Intervention
München: „Kronprinz“ Reza Pahlavi wirbt vor 250.000 Menschen für US-Intervention
Während der Sohn des 1979 gestürzten Schah von Persien, Reza Pahlavi, auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) die USA zu einem Militärschlag auf die aktuelle iranische Führung aufruft, versammeln sich laut offiziellen Angaben bis zu 250.000 Menschen auf der Theresienwiese, um gegen diese Führung zu protestieren.
Der Verein „The Munich Circle“ hatte gestern zu einer Großdemonstration unter dem Motto „Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ aufgerufen. Dass das Datum nicht zufällig gewählt ist, wird schnell klar – viele Demonstrant:innen und Redner:innen adressieren direkt die Politiker:innen der Münchner Sicherheitskonferenz und fordern eine Intervention der USA, um das iranische Regime zu stürzen.
Zu sehen sind neben den vielen Iran-Flaggen aus der Zeit des Schahs vor allem Israel- und USA-Flaggen. Außerdem viele Bilder von Schah-Sohn Pahlavi, dessen Rückkehr auf den Thron gefordert wird, begleitet von monarchistischen Rufen „Lang lebe der König“. Am Nachmittag tritt er schließlich selbst vor die Menge und richtet seine Worte direkt an Donald Trump, er habe dessen Worte vernommen „Help is on the way“. Trump solle diesem Versprechen nachkommen, denn die Iraner:innen würden ihm vertrauen. Unterstützung bekommt er aus der MSC unter anderem von rechten republikanischen Senator Lindsey Graham unterstützt, der offen für einen Regime Change wirbt.
Pahlavi selbst versucht, sich als wichtigste oppositionelle Führungsfigur zu positionieren und rief weltweit zum Internationalen Aktionstag für Iran auf. Er verspricht Demokratie und behauptet, diese gemeinsam mit militärischen Interventionen der USA in den Iran bringen. Die Mehrheit der Menschen, die gestern auf der Kundgebung standen, scheinen monarchistische Anhänger:innen Pahlavis zu sein oder ihn zumindest zu akzeptieren, andere Stimmen........
