“Sie arbeiten genauso hart wie wir, sie haben das verdient”
“Sie arbeiten genauso hart wie wir, sie haben das verdient”
Ein Gespräch mit Soli-Streikenden der Berliner Krankenhäuser über Gerechtigkeit und Kürzungen im Gesundheitsbereich.
Am Dienstag war der 11. Tag des Erzwingungsstreiks der Vivantes-Töchter, um wieder in den TVöD zurück geführt zu werden. An dem Tag gab es auch aus unterschiedlichen anderen Bereichen der Krankenhäuser Solidaritätsstreiks.
Wir haben mit Arwen und Sandra aus der Zentral-OP vom Vivantes Klinikum Friedrichshain vor der Streikversammlung am Franz-Mehring Platz gesprochen:
Ayrin: Warum streikt Ihr heute mit?
Arwen: Vor allen Dingen, um unsere Kollegen im Haus bei der Tarifverhandlung zu unterstützen.
Ayrin: Das heißt, ihr arbeitet auch mit den Kolleginnen von den Vivantes-Töchtern zusammen?
Sandra: Richtig. Wir arbeiten eng mit der Reinigung zusammen, wir arbeiten auch eng mit der Sterilisation zusammen und sind täglich im Austausch. Deshalb ist es für uns auch so wichtig, dass wir diese Streiks unterstützen, damit sie einfach die gleichen Bedingungen haben und nicht so ausgebeutet werden.
Arwen: Auch wenn wir aus verschiedenen Abteilungen kommen, sind wir trotzdem ein Team. Wir sind aufeinander angewiesen, wir können nicht ohne unsere Reinigungsleute arbeiten, wir können nicht ohne unsere Leute aus der Sterilisation arbeiten. Das ist wie eine riesige Uhr, die funktionieren muss. Jeder ist ein Zahnrad und wenn eins fehlt, dann läuft die Uhr nicht.
Sandra: Wir arbeiten Hand in Hand. Das Schöne ist ja auch, dass wir unterstützt werden, wenn wir mal Stress haben, genauso unterstützen wir auch wo wir können, wenn unsere Kolleg:innen gerade Stress haben, so macht’s auch einfach mehr Spaß.
Ayrin: Wer hatte eigentlich diese Idee mit dem Solidaritätsstreik? Und wie ist das dann........
