Auf Johnsons Spuren
Der Ukraine-Krieg hätte mit einiger Wahrscheinlichkeit nach fünf Wochen zu Ende sein können. Wäre da nicht ein gewisser Boris Johnson erschienen und hätte Wolodimir Selenskij zugeredet, er solle weiterkämpfen (lassen), der Westen werde die Ukraine solange wie nötig unterstützen. Viereinhalb Jahre später ist mal wieder ein prominenter Gast aus dem Westen in Kiew: Friedrich Merz. Auch er erklärte schon auf dem Bahnhof seine »unerschütterliche Unterstützung«. Nur ist aus dem »solange wie nötig« allem Anschein nach ein »solange wie möglich« geworden.
Die Zeichen stehen an der Wand: Die Schätzungen der Weltbank allein über den Sachschaden in der Ukraine sind innerhalb eines Jahres um 100 Milliarden auf knapp 600 Milliarden Dollar gestiegen. Und erstmals seit 2022 hat die EU der Ukraine deutlich gemacht, dass sie die vom Land erbetenen Nachschüsse zur Kriegsfinanzierung nicht leisten könne. Das hat der ukrainische Finanzminister am Wochenende........
