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Lizenz zum Lügen

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03.07.2026

Bereits heute sind bundesdeutsche Geheimdienste keineswegs nur der Informationsgewinnung dienende »Nachrichtendienste«, als die sie täuschend im amtlichen Sprachgebrauch firmieren. Im Jahr 1978 ließ der niedersächsische Verfassungsschutz ein Loch in die Mauer der Justizvollzugsanstalt Celle sprengen, um einen Befreiungsversuch der Roten Armee Fraktion vorzutäuschen und einen V-Mann in die Stadtguerilla einzuschleusen. Im Jahr 2003 scheiterte das NPD-Verbotsverfahren, da das Bundesverfassungsgericht der Nazipartei »fehlende Staatsferne« attestierte, weil sie mit Geheimagenten durchsetzt war. Eine solche Einschätzung dürfte auch für die Mördertruppe NSU gelten. Als sie 2006 in einem Kasseler Internetcafe den Besitzer Halit Yozgat ermordete, war sogar ein Verfassungsschutzbeamter mit dem Spitznamen »Klein Adolf« zugegen. Und auch ein Informant des deutschen Auslandsgeheimdienstes spielte mit seinen Lügen über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen eine Rolle bei der........

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