Was würden Saba und Savta sagen?
Der 27. Januar ist für mich in jedem Jahr mit einer seltsamen Mischung von Gefühlen verbunden. Da ist diese Trauer, die ich gar nicht erklären kann. Ich denke an die Verwandten, die in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern ermordet wurden, die Familienmitglieder, die ich nie kennengelernt habe, zu denen ich aber eine Verbindung spüre.
Meine Großeltern sind im Jahr 1938 nach Palästina geflüchtet, dem britischen Mandatsgebiet. Die Schoa war nur selten ein Thema, über das bei uns offen gesprochen wurde. Es war meine Großtante, die mir die Geschichte zu ihrer Nummer auf dem Unterarm bei einem meiner Ferienbesuche in Israel erklärte. Ich war gerade der Grundschule entwachsen und habe das Ausmaß dieser Katastrophe nicht einordnen können. Mein Großvater hat im Gegensatz zu meiner Großmutter Deutschland und Österreich nie wieder betreten, obwohl er, in........
