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Sprecht mit uns. Nehmt uns Ernst

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24. September 2026 – 13. Tischri 5787

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Sprecht mit uns. Nehmt uns Ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir uns ernsthaft fragen:

Wollen und können wir noch in Berlin bleiben?

Der Wahlerfolg der Linken hat bei uns nicht einfach politische Enttäuschung ausgelöst. Er hat etwas viel Tieferes berührt: unser Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit und Vertrauen in diese Stadt.

Als jüdische Menschen erleben wir die Debatte über Antisemitismus nicht als abstrakten politischen Streit. Wir erleben sie als etwas, das unseren Alltag und unser Sicherheitsgefühl unmittelbar betrifft.

Und deshalb hat vielen von uns Juden die Reaktion des Linken-Politikers Bodo Ramelow auf die Warnungen des Zentralrats der Juden besonders irritiert. Während Josef Schuster auf antisemitische Grenzüberschreitungen im Umfeld der Berliner Linken hingewiesen hat, erklärte Ramelow, er habe dafür »null Verständnis«.

Aber vielleicht wäre zunächst etwas anderes angebracht: zuhören.

Zentralrat der Juden warnt vor Regierungsbeteiligung der Linken

Präsident Josef Schuster hat sich trotz des Wahlsiegs der Partei Die Linke in Berlin dagegen ausgesprochen, diese mit Regierungsverantwortung zu betrauen

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz........

© Juedische Allgemeine