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Einspruch, euer Ehren!

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13.10.2026

13. Oktober 2026 – 2. Cheschwan 5787

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Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. In seiner Dankesrede relativiert der renommierte Völkerrechtler juristische Kategorien, erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen Israel und beklagt die Unterdrückung gefeierter »Israelkritiker«. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit alledem erstaunlich ungenau

Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und wird für seine Israel-Schelte und seine Kritik am Umgang der deutschen Bundesregierung mit dem jüdischen Staat gefeiert.

Der weltweit angesehene Völkerrechtler sagt in seiner Dankesrede über den Vorwurf des angeblichen Genozids in Gaza: »Wie auch immer die Entscheidungen (darüber) aussehen werden, die Debatte über Bezeichnungen ist, so fürchte ich, ein nutzloses Ablenkungsmanöver. Es gibt keine Hierarchie unter den verschiedenen Völkerstraftaten. Töten als Kriegsverbrechen oder als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist nicht weniger schwerwiegend als ein Völkermord.«

Ausgerechnet der internationale Top-Jurist erklärt hier die Debatte über die Einordnung als Völkermord, Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum »nutzlosen Ablenkungsmanöver«. Dabei gründet sein wissenschaftliches Renommee wesentlich auf der präzisen Unterscheidung solcher Begriffe. Wer als Professor für internationales Recht die Bedeutung juristischer Präzision derart relativiert, stellt einen wesentlichen Teil seiner eigenen wissenschaftlichen und moralischen Autorität infrage – gerade jener Autorität, die mit dem Friedenspreis ausdrücklich gewürdigt wird.

Man darf sich fragen: Wird der Mann seiner Verantwortung als Jurist eigentlich gerecht?

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