Wahlkämpfer beleidigen Rentnerin als „dreckige Jüdin“
24. Februar 2026 – 7. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Wahlkämpfer beleidigen Rentnerin als »dreckige Jüdin«
Im 19. Bezirk wurde einem Bericht des Senders »Europe 1« zufolge am Sonntag eine jüdische Frau von Mitgliedern der israelfeindlichen Partei »La France Insoumise« angegangen
24.02.2026 14:10 Uhr
Zwei Aktivisten der linkspopulistischen und israelfeindlichen Bewegung »La France insoumise« (LFI) haben Medienberichten zufolge in Paris eine jüdische Rentnerin schwer beleidigt und ihr Gewalt angedroht.
Nach Informationen des französischen Radiosenders »Europe 1« ereignete sich der Vorfall am Sonntagnachmittag im 19. Bezirk der Hauptstadt. Mindestens zwei Aktivisten sollen demnach in einem Wohnhaus von Tür zu Tür gegangen sein, um für die Wahl der LFI zu werben. Im März finden in Frankreich Kommunalwahlen statt. In Paris geht es dabei auch um das Amt des Bürgermeisters.
In einem Wohnhaus hätten die Männer auch an der Tür eines Apartments der Frau geklopft, an der eine Mesusa hängt. Nachdem sie sich als Unterstützer der LFI-Kandidatin Sophia Chikirou für das Pariser Rathaus vorgestellt hatten, habe die Bewohnerin ihnen erklärt, dass sie wegen einer Verletzung am Steißbein die Tür nicht öffnen könne.
Daraufhin sollen die beiden Männer die Frau beleidigt und bedroht haben. »Dreckige Jüdin, wir kommen wieder«, sollen sie ihr zugerufen haben, bevor den Ort verließen. Die Frau alarmierte anschließend die Polizei. Sie überlegt nun, Anzeige zu erstatten. Die Bilder einer Überwachungskamera werden derzeit ausgewertet, um die Männer zu identifizieren.
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.
Soziale Netzwerke zulassen
Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.
Die von ehemaligen sozialistischen Minister Jean-Luc Mélenchon gegründete Partei – die Lettern LFI stehen für »Unbeugsames Frankreich«, macht immer wieder mit Antisemitismus und Schmähkritik gegen Israel von sich reden. Ihr gehört auch die Europaabgeordnete Rima Hassan an. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron erklärte vergangene Woche, die LFI sei eine »linksextreme Partei«. Mit ihren Positionen, insbesondere zum Antisemitismus, verstoße sie gegen die »Grundprinzipien der Republik«, erklärte er.
Sophia Chikirou, die im März die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo ablösen will, wies Macrons Aussagen zurück. Es es in der DNA ihrer Partei, dass man antirassistisch sei. LFI könne daher nicht antisemitisch sein. mth
Epstein-Skandal: Peter Mandelson festgenommen
Nach Ex-Prinz Andrew wird nun auch das frühere Kabinettsmitglied Peter Mandelson wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Sexualstraftäter Epstein festgenommen
Ermittlungen nach Hitlergruß vor Rabbiner in Lyon
Nach einem Hitlergruß gegenüber einem Rabbiner in Lyon hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Gedenkmarsch für einen getöteten rechten Aktivisten am Wochenende?
von Johannes Peter Senk 23.02.2026
Jüdischer Eishockey-Star Jack Hughes schießt USA zu historischem Olympia-Gold
Der 22-Jährige erzielt den entscheidenden Treffer gegen Kanada und beendete damit eine 46 Jahre lange Durststrecke der amerikanischen Männer-Auswahl
Hoffen auf ein Wunder
Eine der letzten Synagogen des Londoner East End könnte trotz aller Rettungsversuche zu einer Moschee werden
von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski 22.02.2026
»Grey’s Anatomy«-Star Eric Dane im Alter von 53 Jahren gestorben
Nach Angaben seiner Familie erlag er Komplikationen infolge seiner ALS-Erkrankung
Königliches Versagen im Kulturbetrieb
Das renommierte Reina-Sofía-Museum in Madrid setzt eine Schoa-Überlebende vor die Tür. Die Existenz des Juden wird zur Provokation, die Befindlichkeit des Antisemiten zum schützenswerten Gut. Spanien ist verloren!
von Louis Lewitan 19.02.2026
RTS entschuldigt sich für Olympia-Kommentar
Ein Live-Kommentar über den israelischen Bobfahrer Adam Edelman sorgte für Empörung – nun entschuldigt sich RTS und spricht von einem »unangemessenen Format«
von Nicole Dreyfus 19.02.2026
Alexander Lukaschenko sucht die Nähe zu den USA und gibt sich philosemitisch
von Alexander Friedman 18.02.2026
In Andorra wird zum Karneval eine Israel-Puppe hingerichtet
In dem kleinen Fürstentum in den Pyrenäen wurde beim Karneval einer Puppe mit Davidstern der Prozess gemacht - die jüdische Gemeinschaft ist empört
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
