Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel
13. April 2026 – 26. Nissan 5786
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Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel
Ungarns designerter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung
13.04.2026 17:10 Uhr
Ungarns künftiger Ministerpräsident Péter Magyar hat sich für die Rückkehr seines Landes zum Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ausgesprochen. Der noch amtierende Regierungschef Viktor Orbán hatte den Rückzug Ungarns vom Römischen Statut angekündigt, nachdem der IStGH Haftbefehle gegen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und den früheren Verteidigungsminister Yoav Gallant ausgestellt hatte in Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza.
Bei einer Pressekonferenz in Budapest sagte Magyar am Montagnachmittag, der Austritt werde formell am 2. Juni vollzogen und sei wohl nicht mehr aufzuhalten. Man werde aber erneut die Aufnahme Ungarns in die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof beantragen, so der Politiker, dessen Tisza-Partei am Sonntag eine mehr als zwei Drittel der Mandate im Parlament gewonnen hatte. Weiter sagte Magyar: »Meiner Meinung nach liegt es im Interesse der gesamten internationalen Gemeinschaft und auch Ungarns, dass wir, wie wir bisher schon dabei waren, es auch künftig sind.«
Erstmals äußerte er sich auch zu den Beziehungen zwischen Israel und Ungarn. Zwischen beiden Ländern geben es enge Bande. »Israel ein wichtiger Wirtschaftspartner, und wir werden weiter zusammenarbeiten. Wir streben eine pragmatische Beziehung an«, so Magyar.
So reagiert die europäische Presse auf Orbans........
