Herr Kretschmer, es gibt nichts mit der AfD zu bereden!
22. Juli 2026 – 8. Aw 5786
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Herr Kretschmer, es gibt nichts mit der AfD zu bereden!
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stellt einmal mehr die Brandmauer in Frage und will »mit jedem reden, der reden will«. Doch reden muss man allenfalls mit den Wählern der AfD
Man muss Michael Kretschmer beipflichten, wenn er sagt: »Eine Partei wie die AfD schadet dem Land.« Sachsens Ministerpräsident hat die Rechtsaußenpartei bei der letzten Landtagswahl 2024 in Schach gehalten, auch wenn es am Ende knapp war.
Der CDU-Politiker steht seitdem einer Minderheitsregierung mit der SPD vor. Im Parlament hat die aber keine Mehrheit. Dennoch hat Kretschmer es die letzten zwei Jahre geschafft, vergleichsweise geräuschlos seinen Freistaat zu regieren. Chapeau!
Doch Kretschmer wäre nicht Kretschmer, hätte er plötzlich die Lust am Provozieren – man könnte auch sagen: am Zündeln – verloren. Im »Handelsblatt«-Interview machte der Ministerpräsident jetzt, pünktlich zur feierlichen Eröffnung des Sommerlochs, eine bemerkenswerte Aussage zum Umgang mit der AfD. »Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will«, sagte Kretschmer.
War das nur als Aufforderung an die AfD gemeint, mit den demokratischen Parteien zu reden? Wohl nicht. Kretschmer betont im Interview, dass die sächsische AfD dem Dialog immer verweigert habe und sie den von seiner Landesregierung für die Opposition eingerichteten »Konsultationsmechanismus« boykottiere.
Er dürfte wissen, warum das so ist: Die AfD will keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit den als »Systemparteien« verachteten demokratischen Kräften. Sie strebt auch nicht an, Juniorpartner in einer von ihm geführten Regierung zu werden. Nein, die AfD will Kretschmer aus dem Amt jagen und selbst ans Ruder kommen.
Indirekt stellt Sachsens........
