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„Belgien wird nun in der ganzen Welt als antisemitisch gelten“

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06.05.2026

06. Mai 2026 – 19. Ijar 5786

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»Belgien wird nun in der ganzen Welt als antisemitisch gelten«

Die geplante Anklage von zwei jüdischen Beschneidern führt wieder zu schweren politischen Verwerfungen: Israels Außenminister Gideon Sa’ar und US-Botschafter Bill White sprechen von einem »Schandfleck«

In Belgien laufen seit einiger Zeit strafrechtliche Ermittlungen gegen drei jüdische Beschneider, sogenannte Mohelim, die nun erneut scharfe Kontroversen zwischen der belgischen Bundesregierung auf der einen und Israels Außenminister Gideon Sa’ar sowie dem US-Botschafter in Brüssel, Bill White, auf der anderen Seite ausgelöst haben.

Die Staatsanwaltschaft will nämlich zwei der drei Mohelim vor Gericht stellen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Auslöser war eine Anzeige aus der jüdischen Gemeinschaft selbst im Jahr 2024. »Die Ermittlungen konzentrieren sich auf medizinische Eingriffe durch Männer, die keine medizinische Ausbildung absolviert haben. Mit anderen Worten: Die Beschneidungen würden nicht bei und durch einen Arzt erfolgen«, erklärte die Ermittlungsbehörde vor genau einem Jahr.

Berichten zufolge geht es aber nicht nur um die medizinische Zulassung der Beschneider, sondern auch um die weitgehend verpönte und verbotene Praxis der »Metzitza b’peh«, bei der der Mohel das Blut mit dem Mund aus der Wunde des beschnittenen Jungen absaugt. Mitte Juni muss ein Ermittlungsrichter entscheiden, ob den Beschneidern der Prozess gemacht wird.

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