menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Gestrandet in Deutschland

34 0
11.03.2026

11. März 2026 – 22. Adar 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

Gestrandet in Deutschland

Viele Israelis wurden im Ausland vom Beginn des Krieges mit dem Iran überrascht. Sie finden Unterstützung bei der israelischen und jüdischen Gemeinschaft vor Ort

Nichts wünscht sie sich mehr, als endlich wieder mit ihren Kindern vereint zu sein. »Ich drehe fast durch vor Sorge«, sagt Sharon Gavrielov. Während sie in Berlin ist, müssen ihre Kinder, 10 und 15 Jahre alt, in Tel Aviv immer wieder in einem Bunker Schutz vor iranischen Raketen suchen. Zwar sei ihr Vater bei ihnen, dennoch habe sie keine Ruhe, solange sie nicht zurück in ihrer Heimat sei. »Ich weiß, was Krieg mit dem Iran bedeutet«, erzählt Gavrielov, die die letzte kriegerische Auseinandersetzung zwischen Israel und dem islamistischen Regime miterlebt hat. »Ein Freund von mir hat damals sein Haus durch die Angriffe verloren.«

Eigentlich hätte Gavrielovs Rückflug am Sonntag vor einer Woche sein sollen. Doch seit Tagen ist sie in Deutschland gestrandet. Gavrielov ist eine von schätzungsweise 100.000 Israelis, die sich am Samstag vor einer Woche, als erneut Krieg zwischen Israel und dem Iran ausbrach, im Ausland aufhielten.

Nach den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf Ziele des Mullah-Regimes und seiner Revolutionsgarde schickten diese Raketen und Drohnen Richtung Israel. Der zivile Luftverkehr wurde umgehend eingestellt, und die Rückflüge zahlreicher Menschen wurden gestrichen. Zwar flogen vergangenen Donnerstag die ersten Flugzeuge wieder nach Israel, die Rückholung der gestrandeten Israelis ist aber noch nicht abgeschlossen. Auch in Deutschland sitzen fast zwei Wochen nach Kriegsbeginn immer noch Israelis fest.

»So viele Menschen sind eingesprungen und haben geholfen«, sagt Eliya Kraus vom Verein »Zusammen«

»So viele Menschen sind eingesprungen und haben geholfen«, sagt Eliya Kraus vom Verein »Zusammen«

Für Eliya Kraus ist es nicht das erste Mal, dass sie sich um Landsleute kümmert, die nicht mehr zurück in ihre Heimat kommen. Die Israelin lebt in Frankfurt am Main und ist dort die........

© Juedische Allgemeine