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Correctiv: Zu viel Theater, zu wenig Journalismus

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16.04.2026

16. April 2026 – 29. Nissan 5786

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Correctiv: Zu viel Theater, zu wenig Journalismus

Correctiv: Zu viel Theater, zu wenig Journalismus

Die Recherche zum »Potsdamer Geheimtreffen« hat deutschlandweit Proteste gegen die AfD ausgelöst. Doch die Kernaussage des Textes stimmt nicht, urteilt nun ein Gericht – und der Schaden ist groß

Die Correctiv-Recherche »Geheimplan gegen Deutschland« ist in Prolog, Epilog und drei Akte eingeteilt und wurde nach ihrer Veröffentlichung als szenische Lesung im Theater aufgeführt. Nun erweist sie sich als Posse. Laut eines am Montag öffentlich gewordenen Urteils des Landgerichts Berlin ist die Kernaussage des Textes »im Wesentlichen unwahr« und darf nicht weiter verbreitet werden. Correctiv hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt.

Das Investigativmedium hatte im Januar 2024 suggeriert, bei einem Treffen in Potsdam, an dem unter anderem CDU- und AfD-Politiker sowie der bekannte Rechtsextreme Martin Sellner teilgenommen hatten, sei »ein ›Masterplan‹ zur Ausweisung von deutschen Staatsbürgern« diskutiert worden. Hunderttausende gingen daraufhin gegen Rechtsextremismus auf die Straße.

Das Gericht machte den Job, der eigentlich auch der von Journalisten ist: möglichst nahe an die........

© Juedische Allgemeine