Beauftragter Klein warnt vor Vergeltungsaktionen und Demos
02. März 2026 – 13. Adar 5786
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Beauftragter Klein warnt vor Vergeltungsaktionen und Demos
Der Krieg in Nahost kann auch auf Deutschland überschwappen - in Form von Anschlägen oder antisemitischen Demonstrationen. Wie das aussehen kann, erklärt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung
02.03.2026 16:24 Uhr
Im Zuge des Krieges in Nahost befürchtet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, antisemitische Kundgebungen und Vergeltungsaktionen in Deutschland. An Synagogen sowie israelischen und jüdischen Einrichtungen könne es bundesweit zu Vorfällen und »verbalen Unmutsbekundungen« kommen, sagte Klein. Hintergrund sei ein »hoher Emotionalisierungsgrad«.
Wenn der Iran unter Druck gerate, greife er auf »asymmetrische Mittel der Vergeltung« zurück: Terrornetzwerke, hybride Einflussnahme und gezielte Einschüchterung auch im Ausland, so Klein. »Diese Gefahr sehe ich in der aktuellen Situation in besonderer Weise.
«Klein sieht Destabilisierungsstrategie
Die Polizei in den Bundesländern habe sich entsprechend aufgestellt, was den Schutz von Jüdinnen und Juden sowie bestimmte Einrichtungen angehe. Sensibilisierungsgespräche sowie »Gefährdetenansprachen« habe es bereits gegeben, oder sie liefen noch, erklärte Klein. Er forderte die Menschen auf, aufmerksam zu sein. »Antisemitismus ist das Einfallstor für eine breitere Destabilisierungsstrategie in- und ausländischer Akteure, die leider auch unterhalb der Extremismusschwelle immer breitere gesellschaftliche Akzeptanz findet.«kna
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