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Hormus-Blockade rückt Rückkehr zum Wachstum erneut in die Ferne

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thursday

Die Blockade der Straße von Hormus birgt große Risiken für die Weltwirtschaft. Durch dieses Nadelöhr laufen rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und LNG-Transporte sowie etwa ein Drittel der globalen Düngemitteltransporte.

Die Kampfhandlungen dauern an – eine schnelle und umfassende Entspannung erscheint derzeit unwahrscheinlich. Je länger die Blockade anhält, desto stärker werden die globalen Auswirkungen. Produktionsanlagen wurden beschädigt, in Katar und Bahrain wurde bereits Force Majeure erklärt. Darunter versteht man unvorhersehbare Ereignisse, die die Vertragserfüllung unmöglich machen.

Nun ist die iranische Marine dezimiert und die USA versuchen, Transporte zu ermöglichen. Die Beeinträchtigungen dürften aber noch längere Zeit anhalten. Denn nicht nur Schäden an Infrastrukturen sind das Problem. Fehlende Transportmöglichkeiten und begrenzte Speicherkapazitäten haben Produzenten auch dazu gezwungen, die Förderung und Verarbeitung zu drosseln.

Die Auswirkungen treffen die Länder unterschiedlich. Die USA sind als Nettoenergieexporteur mit begrenzten LNG-Exportkapazitäten von den Gaspreissteigerungen vergleichsweise abgeschirmt. Europa und Asien hingegen sind den Knappheitspreisen auf den globalen LNG-Märkten ausgesetzt. Da ein großer Teil der europäischen LNG-Importe nicht durch langfristige Verträge abgesichert ist, schlagen Preisbewegungen auf den Spotmärkten unmittelbar durch.

Die Blockade der Straße von Hormus birgt große Risiken für die Weltwirtschaft. Durch dieses Nadelöhr laufen rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und LNG-Transporte sowie etwa ein Drittel der globalen Düngemitteltransporte.

Die Kampfhandlungen dauern an – eine schnelle und umfassende Entspannung erscheint derzeit unwahrscheinlich. Je länger die Blockade anhält, desto stärker werden die globalen Auswirkungen. Produktionsanlagen wurden beschädigt, in Katar und Bahrain wurde bereits Force Majeure erklärt. Darunter versteht man unvorhersehbare Ereignisse, die die Vertragserfüllung unmöglich machen.

Nun ist die iranische Marine dezimiert und die USA versuchen, Transporte zu ermöglichen. Die Beeinträchtigungen dürften aber noch längere Zeit anhalten. Denn nicht nur Schäden an Infrastrukturen sind das Problem. Fehlende Transportmöglichkeiten und begrenzte Speicherkapazitäten haben Produzenten auch dazu gezwungen, die Förderung und Verarbeitung zu drosseln.

Die Auswirkungen treffen die Länder unterschiedlich. Die USA sind als Nettoenergieexporteur mit begrenzten LNG-Exportkapazitäten von den Gaspreissteigerungen vergleichsweise abgeschirmt. Europa und Asien hingegen sind den Knappheitspreisen auf den globalen LNG-Märkten ausgesetzt. Da ein großer Teil der europäischen LNG-Importe nicht durch langfristige Verträge abgesichert ist, schlagen Preisbewegungen auf den Spotmärkten unmittelbar durch.


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