Exporte dürften um 70 Prozent steigen: Dieses Abkommen ist eine Botschaft der Hoffnung
Als die EU 1999 Verhandlungen mit dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur aufnahm, war die Welt voller Hoffnung. Der Euro hatte gerade sein Debüt auf den globalen Märkten gegeben. Eine neue Welle der Demokratisierung schwappte über alle Kontinente hinweg.
Mehr als ein Vierteljahrhundert später fühlt sich die Welt sehr viel unsicherer und gefährlicher an. Handelskriege, wirtschaftliche und militärische Zwangsmaßnahmen und die zunehmende Missachtung internationaler Normen untergraben die liberale Ordnung, die jahrzehntelang für gemeinsamen Wohlstand und Sicherheit gesorgt hat.
Vor diesem Hintergrund sendet die geplante Unterzeichnung des überfälligen EU-Mercosur-Abkommens in der paraguayischen Hauptstadt Asunción in dieser Woche eine klare Botschaft der Hoffnung: Europa steht weiterhin entschlossen hinter der Verteidigung des regelbasierten Handels und des multilateralen Systems, die seine Fundamente bilden und aus denen Demokratie und offener Handel hervorgegangen sind.
In einer Zeit, in der die „Herrschaft des Stärkeren“ ein Comeback zu erleben scheint, gilt es für Europa, seine globale Führungsrolle auf Grundlage seiner Werte und Prinzipien und nicht durch rohe Gewalt auszuüben. Zusammenarbeit und Integration sollten Vorrang vor Drohungen und Unilateralismus haben.........
