Ein Lehrstück in Führungsschwäche bei der Bundesbank
Ende gut, alles gut? Die Bundesbank trennt sich von ihrer alten Zentrale und macht Platz für die Europäische Schule. Die Schulleitung jubelt über ein „Wunder“, EZB-Präsidentin Christine Lagarde freut sich für ihre Beschäftigten und Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef über ein Wahlkampfgeschenk vor der Kommunalwahl am Sonntag.
Leider handelt es sich jedoch nicht um eine Heldengeschichte, auch wenn die Bundesbank-Spitze endlich ihr größtes Problem los zu sein scheint. Die für alle Beteiligten spektakuläre Wende ist das Ergebnis eines kolossalen Irrtums.
Ursprünglich wollte die Bundesbank ihr sanierungsbedürftiges Gelände zu einem Campus umbauen. Neubauten waren geplant: Tiefgaragen, Logistikzentrum, Kita, Pressezentrum, Sportstätten und Parkanlage. Mit öffentlichem Tamtam veranstaltete sie einen Architektenwettbewerb.
So groß man bei der Bundesbank einst dachte, so groß ist jetzt die Blamage – und so teuer bedauerlicherweise der Abschied auf Raten.
Ende gut, alles gut? Die Bundesbank trennt sich von ihrer alten Zentrale und macht Platz für die Europäische Schule. Die Schulleitung jubelt über ein „Wunder“, EZB-Präsidentin Christine Lagarde freut sich für ihre Beschäftigten und Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef über ein Wahlkampfgeschenk vor der Kommunalwahl am Sonntag.
Leider handelt es sich jedoch nicht um eine Heldengeschichte, auch wenn die Bundesbank-Spitze endlich ihr größtes Problem los zu sein scheint. Die für alle Beteiligten spektakuläre Wende ist das Ergebnis eines kolossalen Irrtums.
Ursprünglich wollte die Bundesbank ihr sanierungsbedürftiges Gelände zu einem Campus umbauen. Neubauten waren geplant: Tiefgaragen, Logistikzentrum, Kita, Pressezentrum, Sportstätten und Parkanlage. Mit öffentlichem Tamtam veranstaltete sie einen Architektenwettbewerb.
So groß man bei der Bundesbank einst dachte, so groß ist jetzt die Blamage – und so teuer bedauerlicherweise der Abschied auf Raten.
Offiziellen Angaben zufolge hat das Großprojekt die Bundesbank bis zum Stopp 168 Millionen Euro gekostet. Hinzu kommen Gehälter für Dutzende Beschäftigte, die jahrelang am Campusprojekt arbeiteten und nicht mehr gebraucht werden. Der Teilverkauf an die Stadt wird allenfalls einen Bruchteil der Kosten kompensieren. Auf dem Großteil bleibt der Steuerzahler sitzen.
