Die Flucht der Autobauer nach Osteuropa ist auch selbst verschuldet
Vor fast zehn Jahren hat Tesla das Model 3 auf den Markt gebracht. Deutsche Autohersteller haben sich die Fahrzeuge damals besorgt, haben sie auseinandergenommen – und nicht schlecht gestaunt: Das Fahrzeug war deutlich fortschrittlicher als alles, was Volkswagen, BMW und Mercedes bis dahin auf die Straße gebracht hatten.
Es hat dann fast zehn Jahre gedauert, bis zumindest BMW und Mercedes mit neuen Plattformen Elektroautos auf den Markt brachten, die in Sachen Effizienz und Ladeleistung die US-Hersteller übertrumpften.
Die deutsche Autoindustrie hat eine Dekade hinter sich, in der sie keinerlei branchenführende Innovation auf den Markt gebracht hat. Bei Elektroautos geben Unternehmen aus den USA oder China den Ton an. Gleiches gilt für softwaredefinierte Fahrzeuge. Batteriezellen kommen aus China oder Südkorea. Und auch beim automatisierten Fahren tun sich die deutschen Hersteller schwer.
Autohersteller sind daran gescheitert, innovative Produkte zu entwickeln
Die mangelnde Innovationsfähigkeit der deutschen Autoindustrie mündet darin, dass Hersteller wie Volkswagen und Audi sich in China ganze Plattformen von chinesischen Herstellern bereitstellen lassen, um darauf wettbewerbsfähige Elektroautos zu bauen. Bei der Software lässt sich Volkswagen vom US-Hersteller Rivian aushelfen.
