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Riester-Reform: Mit den richtigen Produkten ist ein Kostendeckel unnötig

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25.03.2026

Das Altersvorsorgedepot soll der „Gamechanger“ in der Altersvorsorge werden. Es wird die als zu teuer und zu kompliziert verrufene Riester-Rente ablösen und Millionen Menschen in diesem Land ermöglichen, eine auskömmliche, staatlich geförderte Privatrente zu bekommen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die gesetzliche Rente zu flankieren, doch nun gibt es Streit um die Kosten.

Nach einigem Hin und Her hat sich die Regierungskoalition auf einen sogenannten Kostendeckel geeinigt. Zunächst stand eine Obergrenze von 1,5 Prozent im Raum, doch es gab Widerstand aus dem Lager der Verbraucherverbände und auch vom Bundesrat. Jetzt soll für alle Standardprodukte eine Kostenobergrenze von 1,0 Prozent der Effektivkosten gelten.

Das klingt zunächst günstig. Wer Geld in ETFs anlegt, weiß aber, dass diese Produkte nur einen Bruchteil dessen kosten. Und dieser Vergleich mit ETFs bringt Verbraucherschützer zu dem Schluss: Das Altersvorsorgedepot ist zu teuer. Daher müsse der Kostendeckel viel niedriger sein und bei einem halben Prozent liegen.

Warum es keinen Staatsfonds nach schwedischem Vorbild geben wird

Das eigentliche Ziel der Verbraucherschützer ist jedoch ein staatlich organisierter und verwalteter Vorsorgefonds nach schwedischem Vorbild. In diesen Fonds fließt automatisch ein Teil der Rentenbeiträge. Die Kosten dieses Anlagevehikels, das seit einigen Jahren als vorbildhaft für Deutschland genannt wird, liegen weit unter einem Prozent.

Das Altersvorsorgedepot soll der „Gamechanger“ in der Altersvorsorge werden. Es wird die als zu teuer und zu kompliziert verrufene Riester-Rente ablösen und Millionen Menschen in diesem Land ermöglichen, eine auskömmliche, staatlich geförderte Privatrente zu bekommen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die gesetzliche Rente zu flankieren, doch nun gibt es Streit um die Kosten.

Nach einigem Hin und Her hat sich die Regierungskoalition auf einen sogenannten Kostendeckel geeinigt. Zunächst stand eine Obergrenze von 1,5 Prozent im Raum, doch es gab Widerstand aus dem Lager der Verbraucherverbände und auch vom Bundesrat. Jetzt soll für alle Standardprodukte eine Kostenobergrenze von 1,0 Prozent der Effektivkosten gelten.

Das klingt zunächst günstig. Wer Geld in ETFs anlegt, weiß aber, dass diese Produkte nur einen Bruchteil dessen kosten. Und dieser Vergleich mit ETFs bringt Verbraucherschützer zu dem Schluss: Das Altersvorsorgedepot ist zu teuer. Daher müsse der Kostendeckel viel niedriger sein und bei einem halben Prozent liegen.

Warum es keinen Staatsfonds nach schwedischem Vorbild geben wird

Das eigentliche Ziel der Verbraucherschützer ist jedoch ein staatlich organisierter und verwalteter Vorsorgefonds nach schwedischem Vorbild. In diesen Fonds fließt automatisch ein Teil der Rentenbeiträge. Die Kosten dieses Anlagevehikels, das seit einigen Jahren als vorbildhaft für Deutschland genannt wird, liegen weit unter einem Prozent.


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