menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Dobrindt konterkariert seinen eigenen Asylbewerber-Plan

6 0
23.02.2026

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will Tempo machen. Sein „Sofort-in-Arbeit-Plan“ sieht vor, dass Asylbewerber künftig bereits nach drei Monaten einen Job annehmen dürfen, auch wenn ihr Verfahren noch läuft. Das ist ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Es ist schlicht unvernünftig, Menschen per Gesetz zur Untätigkeit zu zwingen, während Betriebe händeringend Personal suchen und die Sozialkassen die Kosten für das Stillhalten tragen.

Arbeit ist der direkteste Weg in die Gesellschaft. Wer arbeitet, strukturiert seinen Tag, knüpft soziale Kontakte außerhalb der eigenen Unterkunft und verdient sein eigenes Geld. Dass die Koalition die bisherigen starren Arbeitsverbote nun lockern will, ist daher vernünftig.

Es entlastet die Kommunen bei den Sozialausgaben und gibt den Menschen eine klare Perspektive für ein eigenständiges Leben. In einer Zeit, in der die Wirtschaft über Arbeitskräftemangel klagt, ist jede helfende Hand willkommen, unabhängig vom aktuellen Status des Asylverfahrens.

Doch genau hier weist die Strategie des Ministers einen erheblichen Widerspruch auf. Während er den Turbo für den Arbeitsmarkt verkündet, setzt er bei der Integration den Rotstift an. Ausgerechnet die Mittel für Sprach- und Integrationskurse sollen aus Kostengründen zusammengestrichen werden.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will Tempo machen. Sein „Sofort-in-Arbeit-Plan“ sieht vor, dass Asylbewerber künftig bereits nach drei Monaten einen Job annehmen dürfen, auch wenn ihr Verfahren noch läuft. Das ist ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Es ist schlicht unvernünftig, Menschen per Gesetz zur Untätigkeit zu zwingen, während Betriebe händeringend Personal suchen und die Sozialkassen die Kosten für das Stillhalten tragen.

Arbeit ist der direkteste Weg in die Gesellschaft. Wer arbeitet, strukturiert seinen Tag, knüpft soziale Kontakte außerhalb der eigenen Unterkunft und verdient sein eigenes Geld. Dass die Koalition die bisherigen starren Arbeitsverbote nun lockern will, ist daher vernünftig.

Es entlastet die Kommunen bei den Sozialausgaben und gibt den Menschen eine klare Perspektive für ein eigenständiges Leben. In einer Zeit, in der die Wirtschaft über Arbeitskräftemangel klagt, ist jede helfende Hand willkommen, unabhängig vom aktuellen Status des Asylverfahrens.

Doch genau hier weist die Strategie des Ministers einen erheblichen Widerspruch auf. Während er den Turbo für den Arbeitsmarkt verkündet, setzt er bei der Integration den Rotstift an. Ausgerechnet die Mittel für Sprach- und Integrationskurse sollen aus Kostengründen zusammengestrichen werden.


© Handelsblatt