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Die AfD ist im bürgerlichen Lager angekommen

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09.03.2026

Die AfD hat in Baden-Württemberg ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in einem westdeutschen Bundesland erzielt und damit ein politisches Signal gesetzt, das weit über Prozentpunkte hinausreicht. 2021 kam die Partei auf 9,7, 2016 auf 15,1 Prozent. Nun liegt sie deutlich darüber.

Es ist mehr als eine Momentaufnahme: Es ist Ausdruck einer fortschreitenden Normalisierung, die selbst durch handfeste Skandale kaum zu bremsen ist.

Weder die Berichte über Vetternwirtschaft in den eigenen Reihen noch die umstrittene USA-Reise des Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier kurz vor dem Wahlsonntag konnten der Partei im Südwesten etwas anhaben. Während solche Schlagzeilen bei anderen Parteien oft zu einem Einbruch in letzter Minute führen, scheinen sie an der AfD-Wählerschaft fast spurlos abzuperlen. Das deutet darauf hin, dass die Bindung der Wähler an die Partei mittlerweile so gefestigt ist, dass Vorwürfe oder politisches Fehlverhalten des Personals kaum noch ins Gewicht fallen.

Auffällig sind vor allem die Wählerwanderungen. Die AfD mobilisiert in erheblichem Umfang ehemalige Nichtwähler. Sie bleibt die stärkste Kraft bei der Reaktivierung politisch Abstinenzler, ein Befund, der auf anhaltendes Protestpotenzial verweist.

Die AfD hat in Baden-Württemberg ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in einem westdeutschen Bundesland erzielt und damit ein politisches Signal gesetzt, das weit über Prozentpunkte hinausreicht. 2021 kam die Partei auf 9,7, 2016 auf 15,1 Prozent. Nun liegt sie deutlich darüber.

Es ist mehr als eine Momentaufnahme: Es ist Ausdruck einer fortschreitenden Normalisierung, die selbst durch handfeste Skandale kaum zu bremsen ist.

Weder die Berichte über Vetternwirtschaft in den eigenen Reihen noch die umstrittene USA-Reise des Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier kurz vor dem Wahlsonntag konnten der Partei im Südwesten etwas anhaben. Während solche Schlagzeilen bei anderen Parteien oft zu einem Einbruch in letzter Minute führen, scheinen sie an der AfD-Wählerschaft fast spurlos abzuperlen. Das deutet darauf hin, dass die Bindung der Wähler an die Partei mittlerweile so gefestigt ist, dass Vorwürfe oder politisches Fehlverhalten des Personals kaum noch ins Gewicht fallen.

Auffällig sind vor allem die Wählerwanderungen. Die AfD mobilisiert in erheblichem Umfang ehemalige Nichtwähler. Sie bleibt die stärkste Kraft bei der Reaktivierung politisch Abstinenzler, ein Befund, der auf anhaltendes Protestpotenzial verweist.


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