Die Masern sind zurück – ausgerechnet im Impfpionierland USA
New York. Die US-Zeitung „USA Today“ hat kürzlich eine Landkarte der USA mit der Frage betitelt: „Nehmen die Masern in Ihrem Bundesstaat zu?“
In solchen Momenten reibt man sich kurz die Augen. Masernausbruch? Hier, in der größten Volkswirtschaft der Welt, in Trumps großartigstem aller Länder? Zur Erinnerung: Eigentlich gilt die hochinfektiöse Viruserkrankung in den Vereinigten Staaten seit der Jahrtausendwende offiziell als eliminiert. Zumindest noch, denn den Status könnte das Land bald verlieren.
Dabei war es ausgerechnet ein Amerikaner, Maurice Hilleman, der einst als „Papst der Impfstoffe“ in die Geschichte einging. Auf sein Konto gehen 40 Impfstoffe, darunter jene gegen Mumps und Röteln, die er in den 1960ern mit dem Masern-Vakzin zur berühmten MMR-Kombinationsimpfung vereinte.
Vor Hillemans Durchbruch infizierten sich in jedem Jahr schätzungsweise drei bis vier Millionen Menschen in den USA mit der hochansteckenden Krankheit. Bis zu 500 starben jährlich, Tausende trugen bleibende Schäden davon. Der Impfstoff beendete dieses Leid. Es war der Triumph des amerikanischen Forschergeistes, der so viele........
