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Ein Perspektivwechsel: Sieben Studierende übernehmen „Hebel meint“

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28.07.2026

Ein Perspektivwechsel: Sieben Studierende übernehmen „Hebel meint“

Stand: 28.07.2026, 16:36 Uhr

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Es geht auch anders! Das ist der zentrale Ansatz, mit dem sieben Studierende der Universität Siegen an dieser Stelle die aktuelle politische Debatte kommentieren

Liebe Leserinnen, liebe Leser, an dieser Stelle finden Sie normalerweise meine Kommentare zum politischen Geschehen. Aber heute gilt ausnahmsweise nicht „Hebel meint“, sondern: Hebel lässt meinen. So jedenfalls lautete der Arbeitstitel, den ich mit den Studierenden in meiner kleinen Lehrveranstaltung an der Universität Siegen gefunden habe. Von ihnen stammen die Kommentare, die Sie hier heute lesen können.

Das Seminar, das ich gemeinsam mit der „taz“-Wirtschaftsredakteurin Heike Holdinghausen gestalten durfte, trug den Titel „Wirtschaftspublizistik“. Die sieben Studierenden, die sich beteiligten, haben den Master-Studiengang „Plurale und Transformative Ökonomik“ belegt. Hinter dem etwas sperrigen Titel steckt ein Ansatz, der sehr gut zu dieser Zeitung und zu meiner Serie passt.

FR-Autor Stephan Hebel kommentiert (üblicherweise allein) alle 14 Tage aktuelle politische Ereignisse.

Live erleben können Sie den Autor bei „Hebels aktuelle Stunde“ am Montag, 21. September, um 19 Uhr im Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt. Livestream unter: www.fr.de/hebelsstunde

In dem Studiengang stehe „die Frage im Mittelpunkt, wie Wirtschaften sozial und ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann“, so die Uni auf ihrer Homepage. Da schwingt mit: Dem Übergewicht des „neoklassischen“ (oder auch „neoliberalen“) Ansatzes in der Wirtschaftswissenschaft und in der Öffentlichkeit soll der Blick auf alternative Ideen gegenübergestellt werden. Was gemeint ist, können Sie im FR-Wirtschaftsteil immer wieder verfolgen: In der Kolumne „Gastwirtschaft“ kommen regelmäßig Mitglieder des „Netzwerks plurale Ökonomik“ zu Wort.

Im Seminar ging es um die Übertragung dieses Ansatzes auf die Medienberichterstattung zu wirtschaftlichen und sozialen Themen: Braucht es nicht auch einen „pluralen Journalismus“, und wie könnte er aussehen? Wie lassen sich Wirtschaft und Soziales aus einer Perspektive beschreiben und kommentieren, die „ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit“ verpflichtet ist? Da lag die Idee nahe, dass die Studierenden zum Abschluss versuchen, die theoretische Auseinandersetzung durch eine eigene journalistische Arbeit zu ergänzen.

Das Ergebnis macht, wie ich finde, Mut: Der „marktkritischen“ Berichterstattung über Wirtschaft und Soziales, wie die FR-Chefredaktion das einmal genannt hat, wird es an Nachwuchs nicht fehlen.

Viel Spaß beim Lesen, und in zwei Wochen gilt dann wieder: Hebel meint.

Vor 57........

© Frankfurter Rundschau