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13.09.2025

Stand: 12.09.2025, 16:11 Uhr

Von: Pitt von Bebenburg

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Im Römer wird das Jubiläum der FR gefeiert – ziemlich „ungravitätisch“.

Wenn die Kaiser im Kaisersaal grün angestrahlt werden und der Oberbürgermeister ein riesiges Album ausklappt, um einen eingeklebten Zeitungsartikel vorzuzeigen, dann gibt es etwas zu feiern. 80 Jahre Frankfurter Rundschau. Und OB Mike Josef mittendrin, der sein erstes Interview bei der FR aus dem Jahr 2006 aufgehoben hat, in dem er die Bewegung gegen Studiengebühren vertrat. „Ich war unheimlich stolz, weil das bundesweit lief“, erzählt der Sozialdemokrat vor rund 200 geladenen Gästen am Donnerstagabend im Römer.

Seit 1945 haben viele Menschen die Frankfurter Rundschau geprägt. Und zugleich hat die Frankfurter Rundschau in 80 Jahren viele Menschen geprägt. Ihren Blick auf die Welt, ihre politischen Haltungen, ihr Bild von Frankfurt.

In den Römer sind viele dieser Menschen gekommen, um das Jubiläum zu feiern. Solche, die von der Rundschau geprägt wurden – darunter Festrednerin Sylvia Schenk und Gastgeber Mike Josef –, und solche, die die Rundschau geprägt haben, darunter die ehemaligen Chefredakteure Thomas Kaspar, Arnd Festerling, Wolfgang Storz, Hans-Helmut Kohl und Jochen Siemens.

Viele treffen sich nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder. Es gibt Hallos, Umarmungen, Wie geht’s Dir – gut, und Dir? Locker, lässig, so wie der Jazz des Andreas Hertel Trios, der den Abend musikalisch begleitet. Und ein Auftakt zur großen FR-Jubiläumsfeier am kommenden Samstag im Frankfurter „Haus am Dom“.

Die FR feiert. Aber ohne Pomp und Lobhudelei. Der OB berichtet, er sei um eine persönliche und „ungravitätische“ Rede gebeten worden. Er freut sich an dieser Sprachschöpfung und wird der Bitte dann gerecht – bloß keine steife Rede.

Nachdem er über sein erstes FR-Interview, seine erste über die FR aufgetane Wohnung und seinen ersten über die FR gefundenen Job........

© Frankfurter Rundschau