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Sicherheit durch Stabilität und wirtschaftliche Zusammenarbeit

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13.02.2026

Sicherheit durch Stabilität und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Stand: 11.02.2026, 16:57 Uhr

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Europa muss die Partnerschaft mit dem südlichen Mittelmeerraum stärken - ein Gastbeitrag von EU-Kommissarin Dubravka Suica.

Am kommenden Wochenende findet die 62. Münchener Sicherheitskonferenz statt. Eine nüchterne Bestandsaufnahme macht uns allen klar: Die aktuelle Weltlage ist geprägt von Krisen und Konflikten. Alte Allianzen lösen sich auf, der Multilateralismus steht in Frage, und wir erleben einen scharfen geopolitischen Wettbewerb um Einflusszonen. Dazu kommen erhebliche wirtschaftliche Unsicherheiten.

Für die Europäische Union und Deutschland heißt das: Wir müssen unsere Wirtschaftsbeziehungen breiter aufstellen und unsere Partnerschaften stärken. Das gilt auch für unsere Nachbarstaaten im südlichen Mittelmeerraum. Dadurch erreichen wir zweierlei: Frieden und Stabilität sowie neue Chancen für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung. Auf beiden Seiten des Mittelmeers. Mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit bringt auch mehr Sicherheit. Dort, wo von gemeinsamen Initiativen, Wertschöpfungsketten, und mehr Handel alle profitieren, lassen sich auch besser regionale Konflikte nachhaltig überwinden.

Auch Demokratien rutschen im Korruptionsranking ab

Dazu haben wir gemeinsam mit unseren südlichen Partnern den Pakt für den Mittelmeerraum entwickelt. Er stellt unsere traditionell sehr guten Beziehungen mit den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens auf eine neue Grundlage: eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Wir wollen mit konkreten Projekten echten Mehrwert und neue Chancen auf beiden Seiten schaffen: für mehr Begegnungen und Austausch bei Bildung und in der Arbeitswelt, für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung durch neue Projekt-Investitionen, und für mehr Sicherheit für alle, etwa durch effektives Migrationsmanagement und internationalen Schutz. Auf diese drei Säulen gründet sich der Pakt für den Mittelmeerraum, den wir zum 30-jährigen Jubiläum unserer Zusammenarbeit im November in Barcelona auf den Weg gebracht haben.

Enormes Potenzial von Wind-und Solarenergie in Nordafrika

Aktuell arbeiten wir als EU-Kommission, die Mitgliedstaaten und unsere zehn Partnerländer an einem Aktionsplan, mit dem wir noch in diesem Jahr greifbare Ergebnisse liefern werden. Die Bundesregierung steuert dabei wichtige Expertise und Erfahrung aus der Entwicklungszusammenarbeit bei. Noch vor Ostern wollen wir mit ersten Projekten an den Start gehen: die Startphase der Mittelmeer-Universität mit gemeinsamen Master-Abschlüssen, die Investitionsplattform T-MED für Erneuerbare Energien oder das neue Zentrum zur gemeinsamen Bekämpfung von Waldbränden.

Was wir mit diesen Projekten erreichen: Durch gemeinsames Lernen kommen junge Menschen mit neuen Erfahrungen in ihre Heimatländer zurück – und mit einer gestärkten überregionalen Identität.

Wir heben das enorme Potenzial von Wind- und Solarenergie in Nordafrika, sorgen für Investitionen und Arbeitsplätze in großem Maßstab vor Ort und machen uns unabhängiger von Energieimporten – eine geostrategische Investition auf lange Sicht. Und wir stärken die gemeinsame Klima-Resilienz im Mittelmeerraum – eine echte Zukunftsaufgabe. Der Aktionsplan für den Pakt speist sich aus Ideen und Beiträgen aller Partner rund um das Mittelmeer und wird fortlaufend aktualisiert. Projektpartner sind Unternehmen, europäische und nationale Förderbanken wie die EIB oder die KfW sowie die Projektplaner vor Ort.

Wir zeigen in Zeiten globaler Umbrüche: Europa bleibt ein verlässlicher Partner für unsere südlichen Nachbarn. Wir schaffen neue Chancen und sichern Frieden und Stabilität für den gesamten Mittelmeerraum.


© Frankfurter Rundschau