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Ein Staat Palästina: Ein Feigenblatt

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24.09.2025

Stand: 23.09.2025, 17:58 Uhr

Von: Andreas Schwarzkopf

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Die Anerkennung Palästinas ändert fast nichts. Es braucht handfeste Pläne für die Zukunft. Ein Kommentar.

Frankreich und die anderen Staaten, die jetzt die Anerkennung Palästinas verkünden, halten damit die Zwei-Staaten-Lösung als Ziel am Leben. Sie isolieren politisch Israel und die USA. Und womöglich steigern sie die Zustimmungswerte der Initiatoren in ihren Heimatländern. Mehr aber auch nicht. Das Leid der Palästinenserinnen und Palästinenser, vor allem in Gaza, wird nicht geringer. Sie haben einen Staat auf dem Papier, aber kein Territorium und auch keine Hoffnung auf bessere Zeiten.

Denn die große Geste bleibt folgenlos – vor allem, weil die Befürworter des Schritts vergessen haben zu sagen, wie sie das Ziel zweier koexistierender Staaten erreichen wollen. So richten sie sich zwar gegen die Hamas, indem sie den radikalislamistischen Terroristen keinen Platz in dem künftigen Staat zubilligen. Nur leider fehlt ein gangbarer Weg, die bewaffnete Gruppe loszuwerden und ihre zahlreichen Anhängerinnen und Anhänger dazu zu bringen, von deren........

© Frankfurter Rundschau