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Kuba kippt

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19.03.2026

Land in der Krise : Kuba kippt

Die US-Ölblockade zeigt Wirkung. Lange kann sich Kubas Diktatur nicht mehr halten. Doch den Ruin des Landes haben die Sozialisten ganz allein bewerkstelligt.

Die Kubaner können Hoffnung schöpfen. Kubas politisches System steht vor dem Zusammenbruch. Seit Russland und Venezuela als Sponsoren der sozialistischen Diktatur weitgehend ausfallen, offenbart sich die Unfähigkeit des Regimes, Bedingungen zu schaffen, unter denen die Bürger mit dem Nötigsten versorgt werden. Die beständigen Stromausfälle sind nur die sichtbarste Folge dieses Versagens der zentralen Planwirtschaft.

In einem Land, in dem der Preis einer Lage mit 30 Eiern den Monatslohn vieler Kubaner erreicht und ein Kilo Bohnen zusammen mit einem Kilo Reis schon ein Drittel des Monatslohns von Niedrigverdienern verschlingt, besteht das Wirtschaftswunder darin, dass die Menschen überleben. Rund zwei Drittel der Kubaner lassen täglich eine Mahlzeit ausfallen, weil sie sich diese nicht leisten können – oder weil es nichts gibt.

Das ist verblüffend genug angesichts fruchtbarer Böden und klimatischer Bedingungen, die drei Ernten im Jahr erlauben würden. Stattdessen liegen Äcker brach. Kuba, einst der größte Exporteur von Zucker, importiert den Rohstoff inzwischen. Der Tourismus, eine weitere wichtige Einnahmequelle, ist ebenfalls zusammengebrochen. Die Besucher sind die........

© Frankfurter Allgemeine