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Ein Jahr „Liberation Day“: Wer feiert – und wer nicht

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02.04.2026

Trumps Zollpolitik : Ein Jahr „Liberation Day“: Wer feiert – und wer nicht

Donald Trumps Zollpolitik hat Chaos gebracht, ihre Folgen für Amerika sind weder überbordend positiv noch krachend negativ. Eins ist jedoch gewiss: Die US-Volkswirtschaft macht selbst aus schlechter Politik noch das Beste.

Vor einem Jahr kündigte Amerikas Präsident Donald Trump den „Tag der Befreiung“ an. Er verhängte Zölle auf Einfuhren von Freund und Feind. Bis heute ist unscharf geblieben, von welchem Joch das Land eigentlich befreit werden sollte. Dass Einfuhren die Freiheit einschränken, obwohl sie objektiv die Auswahl der Verbraucher erhöhen, versteht sich jedenfalls nicht von selbst.

Anders als Trump ankündigte, waren die Zölle nicht reziprok. Stattdessen orientierte die US-Regierung sie am bilateralen Warenhandelssaldo jedes Landes, bei einer Untergrenze von 10 Prozent. Das Problem: Bilaterale Handelssalden messen keine Handelshemmnisse. Die verhängten Zölle hatten nichts mit den tatsächlichen Handelsbarrieren zu tun. Als die USA eine unbewohnte, allerdings von Pinguinen bevölkerte Vulkaninsel mit Zöllen strafte, zeigt sich, wie handgestrickt die Vorgehensweise war.

Mehr als 50 Zolländerungen

Die Trump-Regierung zeichnet sich allerdings durch Beweglichkeit aus. Nach........

© Frankfurter Allgemeine