Und für Starmer geht es weiter bergab
Großbritannien : Und für Starmer geht es weiter bergab
Die Nachwahl bei Manchester war für Labour äußerst schmerzhaft. Für die Kommunalwahlen im Mai lässt sie Düsteres erwarten.
Immerhin hat Reform UK nicht gewonnen. Mit dieser Erzählung versuchte Labour, sich das Ergebnis der Nachwahl in Gorton und Denton am Morgen danach schönzureden. Viel dürfte es nicht gebracht haben. Denn die Niederlage ist extrem schmerzhaft für die Regierungspartei.
Nicht nur war der Wahlkreis einst eine Hochburg für Labour. Auch stehen im Mai Kommunalwahlen an – und das Ergebnis lässt für Labour Düsteres erahnen. Bei der Nachwahl im Großraum Manchester hat die Partei Stimmen nach links und rechts verloren.
Labour diskutiert den Führungswechsel
Für Keir Starmer, dessen Amtszeit von Monat eins an von Fehlentscheidungen, Skandalen und Affären überschattet war, wird die Luft noch dünner. Gleichzeitig dürften ihm die Kommunalwahlen das Amt sichern – vorerst. Spätestens seit den jüngsten Festnahmen im Zuge der Epstein-Affäre diskutiert Labour zwar mehr oder weniger offen über einen Führungswechsel. Den Premier vor den Kommunalwahlen auszutauschen, ergibt jedoch wenig Sinn.
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Ein neuer Premier würde absehbar mit einer Wahlniederlage starten – eine schwere Hypothek. Davon abgesehen: Bislang fehlt die eine Person, die Starmer nachfolgen könnte. Der Premier selbst schließt einen Rücktritt bislang aus und versicherte auch am Freitag, er werde weiterkämpfen. Ob seine Partei das im Mai noch zulässt, muss bezweifelt werden.
Tatjana HeidStellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
Die Grünen triumphieren bei einer Nachwahl in Manchester und setzen die regierende Labour-Partei auch von links unter Druck – kein gutes Zeichen für die Kommunalwahlen im Mai.
Nicht nur der Epstein-Skandal setzt dem britischen Premierminister Keir Starmer zu, sondern vor allem die lahmende Wirtschaft und der Rekord an Arbeitslosen. In Westminster wird ein Machtkampf erwartet.
Das Mehrheitswahlrecht macht es den britischen Grünen schwer. Eine Nachwahl macht der Partei nun Hoffnung. Sie profitiert ausgerechnet von Nigel Farages Erfolg.
